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Die Bundesbank will rund 2800 Tonnen Banknoten nach der Euro-Umstellung verbrennen
- Nach
dem endgültigen Umstieg auf den Euro will die Deutsche Bundesbank im nächsten Jahr 2,8 Milliarden D-Mark-Scheine verbrennen. In einem Informationsbrief begründen die Frankfurter Währungshüter die Entscheidung mit den
niedrigen Kosten.
Im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes gebe es zwar «eine ganze Reihe geeigneter Verwertungsverfahren für geschredderte Banknoten», erklärte die . Bei verschiedenen
Pilotprojekten, die von der Bayerischen Landeszentralbank (LZB) geprüft wurden, habe sich aber gezeigt, dass «nicht das Verfahren, sondern der Aufbau einer funktionierenden und kostengünstigen Logistik die eigentliche
Herausforderung darstellt». Das vor allem bei der Bargeldumstellung «sehr umfangreiche Schreddergut werden die LZB-Zweigstellen daher energetisch verwerten».
Der Informationsbrief, der am Wochenende auch über das
Internet verbreitet wurde, nennt als mögliche Alternativen zur Verbrennung mehrere Verfahren für die so genannte stoffliche Verwertung. Die geschredderten Banknoten könnten demnach unter anderem zu Hartfaserplatten für
den Trockenbau oder als Rohstoff zur Methanolherstellung verarbeitet werden. Eine Firma in der Nähe
von Oldenburg hatte zudem die Zugabe von Geldscheinresten in Kompost getestet und war damit nach eigenen Angaben erfolgreich. «Mit zunehmender Entfernung von überwiegend zentralen Verwertungsorten wird die stoffliche
Verwertung aufgrund hoher Transportkosten unwirtschaftlich», heißt es in dem Bericht «Informationen zur Euro-Bargeldeinführung». Bevorzugt werde stattdessen «die Verwertung in thermischen Abfallverwertungsanlagen und
der Einsatz als Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie». Für dieses «wenig spektakuläre Vorgehen» der Verbrennung der D-Mark-Scheine sprächen vor allem zwei Gründe, heißt es in dem Schreiben weiter. So ließen sich
einerseits «die Entsorgungswege durch fast flächendeckend vorhandene Verwertungsanlagen optimieren und die ökonomischen und ökologischen Nachteile langer Transportstrecken vermeiden». Zum anderen reichten die
Verwertungskapazitäten aus. um die großen Mengen an aus dem Verkehr gezogenen Banknoten tatsächlich vernichten zu können und damit «die Entsorgungssicherheit gewährleisten zu können»
Den Angaben
zufolge rechnen die Landeszentralbanken damit, dass vor allem in den ersten Wochen des Jahres 2002 die D-Mark-Banknoten mit einem Gesamtgewicht von 2800 Tonnen zurückfließen, gut dreieinhalb Mal so viel wie sonst
in einem ganzen Jahr. Die Schredderabfälle werden lose ein Volumen von rund 34 000 Kubikmetern haben; in Briketts gepresst entspräche dies noch rund 3400 Kubikmetern. |
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