1950 - 1959

Chronologische Übersicht über die Ereignisse bei der Europäischen Union.

1950

1951

1952

1953

1954

1955

1956

1957

1958

1959


Wählen sie zur Ansicht die einzelnen Jahreszahlen aus:

Zur ÜbersichtHome

1950

[Index]

[Vorjahre]

[Nächste Jahre]


Mai

9

In einer von Jean Monnet inspirierten Rede  schlägt der französische Außenminister Robert Schuman vor, dass  Deutschland und Frankreich sowie jedes weitere beitrittswillige  europäische Land ihre Kohle- und Stahlindustrie gemeinsam verwalten  ("Schuman-Erklärung").


Juni

3

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien,  Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen die Schuman-Erklärung.


August

26-28

Die Europaratsversammlung billigt den  Schuman-Plan.


September

19

Gründung der Europäischen  Zahlungsunion.


November

4

Unterzeichnung der Europäischen  Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten in Rom.


1951

[Index]

[Vorjahre]

[Nächste Jahre]


Februar

15


Konferenz zur Gründung der  Europäischen Verteidigungsgemeinschaft in Paris, an der Belgien,  Deutschland, Frankreich, Italien und Luxemburg sowie als Beobachter die USA,  Kanada, Dänemark, Norwegen, das Vereinigte Königreich und die  Niederlande teilnehmen.


April

18


Unterzeichnung des Pariser Vertrages zur  Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl  (EGKS) zwischen Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien,  Luxemburg und den Niederlanden (die "Sechs").


Dezember

10


Paul Henri Spaak legt den Vorsitz der  Beratenden Versammlung des Europarates aus Protest gegen das Verhalten  Großbritanniens nieder.

1952

[Index]

[Vorjahre]

[Nächste Jahre]



Mai

27


Unterzeichnung des Vertrags zur  Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) zwischen  den "Sechs" (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die  Niederlande) in Paris.


Juli

27


Inkrafttreten des EGKS-Vertrags. Jean Monnet  wird zum Präsidenten der Hohen Behörde und Paul Henri Spaak zum  Präsidenten der Gemeinsamen Versammlung ernannt.


30


Luxemburg wird zeitweilig Sitz der EGKS.


August

10


Die Hohe Behörde der EGKS nimmt ihre  Arbeit auf.


November

10


Das allgemeine Zoll- und Handelsabkommen  GATT gewährt den "Sechs" eine Ausnahme von der  Meistbegünstigungsklausel, damit sie ihre EGKS-Verpflichtungen  erfüllen können.



1953

[Index]


[Vorjahre]


[Nächste Jahre]


Januar

1


Einführung der EGKS-Abgabe, der ersten  europäischen Steuer.


Februar

10


Errichtung des gemeinsamen Marktes für  Kohle und Eisenerz. Die "Sechs" beseitigen Zölle und  mengenmäßige Beschränkungen auf diese Rohstoffe.


März

7


Veröffentlichung der Verfahrensordnung  des Europäischen Gerichtshofs im Amtsblatt der EGKS. Von nun an nimmt  dieses Gericht Klagen nach dem Pariser Vertrag entgegen.


9


Paul Henri Spaak, Präsident der am 10.  September 1952 eingerichteten Ad-hoc-Versammlung, übergibt G. Bidault, dem  Präsidenten des EGKS-Rates, den Vertragsentwurf für eine  Europäische Politische Gemeinschaft, die Menschenrechte und  Grundfreiheiten wahren, die Sicherheit der Mitgliedstaaten gegen Aggressionen  von außen gewährleisten, die Koordinierung der Außenpolitik  der Mitgliedstaaten sicherstellen und für die schrittweise Errichtung des  Gemeinsamen Marktes sorgen soll. Der Vertragsentwurf sieht fünf  Institutionen vor: einen Europäischen Exekutivrat, ein Parlament mit zwei  Kammern, einen Rat der Minister der Mitgliedstaaten, einen Gerichtshof und  einen Wirtschafts- und Sozialausschuss.


15


Einrichtung des Gemeinsamen Marktes für  Schrott.


August

12


Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens  zwischen der EGKS und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).



1954

[Index]

[Vorjahre]

[Nächste Jahre]


Mai

11


Wahl von Alcide de Gasperi zum  Präsidenten der Europäischen Parlamentarischen Versammlung.


August

20-23


Bei einem Treffen der "Sechs" in  Brüssel gelingt es Pierre Mendès France nicht, eine  überstaatliche Ausrichtung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft  (EVG) zu verhindern.


30


Ablehnung des Vertrags zur Gründung der  Europäischen Verteidigungsgemeinschaft durch die französische  Nationalversammlung.


Oktober

20


Gemäß den Beschlüssen der  Londoner Konferenz wird der Brüsseler Pakt in Paris erweitert und in die  Westeuropäische Union (WEU) umgewandelt.


November

10


Jean Monnet tritt nach dem Scheitern der  Europäischen Verteidigungsgemeinschaft als Präsident der Hohen  Behörde der EGKS zurück.


Dezember

21


Der Europäische Gerichtshof  verkündet sein erstes Urteil.



1955

[Index]

[Vorjahre]

[Nächste Jahre]


Juni

1


René Mayer wird zum Präsidenten  der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und  Stahl (EGKS) gewählt.


1-2


Auf der Konferenz von Messina  beschließen die Außenminister der sechs EGKS-Länder, die  europäische Integration auf die gesamte Wirtschaft auszudehnen.


Oktober

23


In einer Volksabstimmung spricht sich das  Saarland gegen seinen autonomen Status (Saarstatut) und für die  Angliederung an die Bundesrepublik aus.


Dezember

8


Das Ministerkomitee des Europarats bestimmt  sein Emblem: blaue Fahne mit zwölf goldenen Sternen.


1956

[Index]


[Vorjahre]


[Nächste Jahre]


Januar

7


Die Hohe Behörde der Europäischen  Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) bekräftigt den Grundsatz des  freien Warenverkehrs innerhalb der Gemeinschaft für Stahlerzeugnisse, die  aus Drittländern eingeführt werden.


Mai

6


Der belgische Außenminister Paul-Henri  Spaak legt seinen EGKS-Amtskollegen einen Bericht über den Entwurf von  Gemeinschaftsverträgen zur Gründung der Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft  (Euratom) vor.


29


Der Spaak-Bericht wird genehmigt. Die  Außenminister beschließen auf ihrem Treffen in Venedig,  zwischenstaatliche Verhandlungen zum Abschluß eines Vertrags zur  Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und eines Vertrags  zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft aufzunehmen.


Juni

26


Die Verhandlungen über den Wortlaut der  Verträge zur Gründung der EWG und der Euratom beginnen in  Brüssel.


1957

[Index]


[Vorjahre]

[Nächste Jahre]


März

25


In Rom unterzeichnen die "Sechs" (Belgien,  Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande) die  Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft  (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom), die als die  "Römischen Verträge" bekannt geworden sind.


April

17


In Brüssel werden das Protokoll  über die Vorrechte und Befreiungen der Europäischen Gemeinschaften  und das Protokoll über die Satzung des Europäischen Gerichtshofs  unterzeichnet.


Oktober

8


Die Hohe Behörde der Europäischen  Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wird vom Rat aufgefordert, eine  allgemeine Energiepolitik auszuarbeiten.


November

27


Hans Furler wird zum Präsidenten der  Gemeinsamen Versammlung der EGKS gewählt.


1958

[Index]


[Vorjahre]


[Nächste Jahre]


Januar

1


Die Römischen Verträge treten in  Kraft. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die  Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) nehmen in Brüssel ihre  Tätigkeit auf. Die drei Gemeinschaften EWG, Euratom und die  Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) haben zwei  gemeinsame Organe: den Gerichtshof und die Parlamentarische Versammlung.


7


Walter Hallstein wird zum Präsidenten  der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) -Kommission, Louis Armand  zum Präsidenten der Euratom-Kommission gewählt. Paul Finet wird  Präsident der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft  für Kohle und Stahl (EGKS).


26


Die sechs Mitgliedstaaten beschließen  die Einsetzung eines Ausschusses der Ständigen Vertreter (AStV), der  künftig die Ratstagungen vorbereiten wird.


Februar

10


Die Mitgliedstaaten legen einen  einheitlichen Zolltarif für Kohle- und Stahlerzeugnisse fest. Frankreich  und Italien werden Ausnahmeregelungen, sogenannte Abweichungen, zugestanden.  Für eine Dauer von zwei Jahren dürfen sie bei bestimmten Erzeugnissen  höhere Zölle verlangen.


März

19


In Straßburg findet die  Eröffnungssitzung der Parlamentarischen Versammlung statt, zu deren  Präsident Robert Schuman gewählt wird. Diese Versammlung löst  diejenige der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS)  ab.


April

15


In der ersten Ratsverordnung werden Deutsch,  Französisch, Italienisch und Niederländisch als Amtssprachen der  Gemeinschaften festgelegt.


20


Das Amtsblatt der Europäischen  Gemeinschaften, das das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft für  Kohle und Stahl (EGKS) ersetzt, wird zum ersten Mal veröffentlicht.


22


Der Rat benennt die Mitglieder des  Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA).


Mai

13


Die Sitzordnung der Abgeordneten der  Parlamentarischen Versammlung bestimmt sich erstmals nach der  Zugehörigkeit zu einer politischen Gruppierung und nicht nach der  Staatsangehörigkeit.


19


In Brüssel findet die konstituierende  Sitzung des Wirtschafts- und Sozialausschusses (WSA) statt.


21-27


Die Parlamentarische Versammlung gibt sich  eine Geschäftsordnung.


Juli

3-11


Auf einer Konferenz in Stresa (Italien)  werden die Grundlagen für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)  geschaffen.


7


In Genf unterzeichnet Walter Hallstein eine  förmliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der  Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Internationalen  Arbeitsorganisation (IAO).


Oktober

7


In Luxemburg wird der Europäische  Gerichtshof errichtet, der an die Stelle des Gerichtshofs der Europäischen  Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) tritt.


Dezember

4


Der Rat der Gouverneure der  Europäischen Investitionsbank (EIB) genehmigt die ersten Richtlinien  für die Kreditpolitik der Bank.


29


Das Europäische Währungsabkommen  tritt in Kraft.



1959

[Index]


[Vorjahre]


[Nächste Jahre]


Januar

1


Es werden erste Maßnahmen zum  schrittweisen Abbau der Zölle und Kontingente innerhalb der  Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) getroffen.


7


Robert Schuman wird erneut zum  Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung gewählt.


Februar

2


Etienne Hirsch wird zum Präsidenten der  Euratom-Kommission gewählt.


März

3


Der Europäische Gerichtshof nimmt seine  Verfahrensordnung an.


20


Die Europäische Investitionsbank (EIB)  vergibt die ersten Darlehen.


Mai

5


Der Europäische Rat akzeptiert den  "Dillon-Vorschlag" der Vereinigten Staaten über multilaterale  Handelsverhandlungen im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens  (GATT). Der Rat setzt einen Sonderausschuß ein, der die Kommission bei  diesen Verhandlungen unterstützt.


Juni

8


Griechenland stellt einen Antrag auf  Assoziierung mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) .


22


Vertreter der Finanzbehörden der  Mitgliedstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) kommen in  drei Arbeitsgruppen zusammen. Sie sollen prüfen, ob eine Angleichung der  Rechtsvorschriften über indirekte Abgaben möglich ist.


25-26


Die Dumping-Sachverständigen der  Mitgliedstaaten treffen sich erstmals zu Beratungen über  Möglichkeiten zur Verhinderung innergemeinschaftlichen Dumpings.


Juli

20-21


Sieben Länder der Organisation für  wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa (OEEC) - Dänemark, Norwegen,  Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte  Königreich - beschließen die Errichtung einer Europäischen  Freihandelsassoziation (EFTA).


31


Die Türkei stellt einen Antrag auf  Assoziierung mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) .


September

10


Die Verhandlungen über die Assoziierung  Griechenlands mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) werden  aufgenommen.


11


Piero Malvestiti wird zum Präsidenten  der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und  Stahl (EGKS) gewählt.


27


Die Verhandlungen über die Assoziierung  der Türkei mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) werden  aufgenommen.


Oktober

13


Der belgische Außenminister Pierre  Wigny regt an, die Hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft  für Kohle und Stahl (EGKS) sowie die EWG- und die Euratom-Kommission, die  durch die Römischen Verträge geschaffen wurden, durch ein gemeinsames  Organ zu ersetzen.


© Copyright 2000 HEILO-MEDIA,   Alle Rechte vorbehalten.

Quelle: Europäische Union